Wir verabschieden uns von Toni Lindner am Dienstag, 11. April 2017, um 11:00 Uhr am Wiener Zentralfriedhof, Tor 2.
Ein kurzer Rückblick:
Mit unserem Toni Lindner hat uns dieser Tage ein Urgestein des Wiener Tischtennissports für immer verlassen. Toni Lindner war nie ein Spitzenspieler, er war aber immer mit unglaublich viel Herz und Leidenschaft dabei. Er begann seine Karriere im Jahre 1947 bei dem von ihm mitgegründeten Verein V.O.C. (Vienna Ordnance Center) und erhielt vom Wiener Tischtennis-Verband die Passnummer 327. Der Tischtennis Sportklub Wien war insgesamt der fünfte Verein unseres Toni. Er wechselte aber immer nur dann den Verein, wenn sein alter Verein den Spielbetrieb einstellen musste. Daran waren aber sicher nie die Gagenforderungen von Toni Lindner schuld!
Vom V.O.C. wechselte Toni Lindner im Jahre 1950 zum KSV Siemens, im Jahre 1955 zu Demon Mephisto, im Sommer 1960 dann zum SC Allotria und schließlich im Sommer 1990 zum Wiener Sport-Club.
Die allerersten Senioren-Weltmeisterschaften ließ Toni noch aus, dann entdeckte er die Liebe zu diesen Veranstaltungen und war von 1988 an immer dabei. Und als 1995 auch Senioren-Europameisterschaften ins Leben gerufen wurden, war Toni von da an auch hier Stammgast. Und feierte dabei sensationelle Erfolge!
Der erste Riesenerfolg gelang Toni Lindner dann 1999 bei seinen dritten Senioren-Europameisterschaften, als er an der Seite des Deutschen Alfred Kocher im 75er-Doppel von Sieg zu Sieg eilte und erst im Semifinale von den späteren Europameistern Etheridge/Levinghe gestoppt wurde. Das Spiel um den Einzug ins Semifinale gegen die Schweden Nimmerfors/Thorsell verlief so spannend (21:19 im 3. Satz für Lindner/Kocher), dass sich Toni nach dem Satzende gar nicht mehr erinnern konnte, dass er sogar einen Ball angegriffen haben soll – wir haben ja schon immer gewusst, dass Toni ein Schießer ist!
Dann sprach Toni schon öfter davon, etwas leiser treten zu wollen. Dann fuhr er aber doch auch zur Senioren-2003 nach Courmayeur in Italien. Und dort errang unser Super-Oldie Toni Lindner seine zweite Medaille bei Senioren-Europameisterschaften, diesmal sogar in Silber! Im 80er-Doppel gab es nach klaren Vorrundensiegen und einem sicheren Viertelfinalerfolg im Semifinale die große Revanche gegen Etherdige/Levinghe: Nach einem 3:1- Sieg standen Lindner/Kocher im Endspiel, dort war aber gegen die Engländer D’Aroy/Husbands nichts zu holen. Gut, dass er sich „überreden“ ließ…
Da aber aller guten Dinge Drei sind, kämpfte sich Toni Lindner noch einmal in die Medaillenränge: 2005 in Bratislava schaffte er mit seinem Partner Kocher im 80er-Doppel noch einmal den Einzug ins Semifinale und holte sich die Bronzemedaille – bravo! Im Halbfinale drückten unserem Toni sogar zahlreiche extra aus Wien angereiste Vereinskollegen die Daumen, leider vergeblich.
Sein letztes Meisterschaftsspiel bestritt Toni Lindner im stolzen Alter von 89 Jahren und acht Monaten am 7.11.2011 gegen den Lehrersportverein. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Gattin Josefa, der Toni sein ganzes Leben lang treu war. Anton Lindner gab im Herbst 1948 Josefa Zellhofer das Ja-Wort – er war also mit seiner „Peperl“ mehr als 68 Jahre lang verheiratet!
Wir verabschieden uns von Toni Lindner am Dienstag, 11. April 2017 um 11:00 Uhr am Wiener Zentralfriedhof, Tor 2.
Das Nachtragsspiel gegen die starke Mannschaft der Spielgemeinschaft Weinviertel ging am 18.3.2017 am Flötzersteig mit 1:6 verloren. Die Gäste, die mit zwei Legionären spielen, waren klar zu favorisieren, mit einer so klaren Niederlage haben wir dennoch nicht gerechnet. Anton Kutis, sonst unser verlässlicher Turm in der Schlacht, hatte keinen guten Tag. Er verlor schon sein Auftaktspiel gegen William Maybanks in drei Sätzen, wobei er im 1. Satz eine 9:7- und im 2. Satz eine 10:7-Führung ungenützt ließ. Gegen den ungarischen Defensivspieler Domonkos Kovacs war Anton bei seiner 1:3-Niederlage ziemlich chancenlos. Raphael Gottweis kämpfte sich gegen Martin Steingassner nach einem 0:2-Satzrückstand noch in einen Entscheidungssatz, und da setzte es leider ein bitteres 9:11. Gegen Maybanks und Kovacs blieb Raphi ohne Chance. So blieb es Wolfgang Päuerl vorbehalten, für den Ehrenpunkt zu sorgen. Schon gegen Kovacs spielte er ausgezeichnet und verlor gegen den ungemein sicher spielenden Ungarn nur 1:3, gegen Steingassner war Wolfgang ungefährdet und gewann in drei Sätzen. – Jetzt haben wir im Grunddurchgang noch vier Spiele zu absolvieren, in denen wir uns doch noch den einen oder anderen Punktezuwachs erhoffen. Die beiden letzten Heimspiele finden am 8./9.4.2017 statt und wir hoffen, dass zum Abschluss der Saison noch einmal einige Fans den Weg auf den Flötzersteig finden.
Der Frühjahrsdurchgang war sowohl in der U18- als auch in der U13-Liga nicht an Spannung zu überbieten. Die Ausgangsposition war in beiden Ligen gleich: Nach dem Herbstdurchgang lagen unsere Teams jeweils zwei Punkte hinter dem Herbstmeister SPG Mariahilf-Langenzersdorf. Unglücklich agierte unser U13-Team. Nicht nur, dass sich Alexander Wurm, der im Herbst bei der 2:3-Niederlage gegen Mariahilf-Langenzersdorf beide Einzelspiele gewinnen konnte, zwei Tage vor dem Frühjahrsdurchgang schwer am Knie verletzte und operiert werden musste, zogen mit den Naturfreunden aus Stadlau und Mariahilf-Langenzersdor/2 zwei Teams ihre Mannschaften zurück, sodass es im Frühjahr nur ein einziges Spiel gab. Und dieses gewannen Erik Seper und der Ersatzmann Martin Sattler nach tollem Kampf 3:2 – damit waren wir mit der SPG Mariahilf-Langenzersdorf nicht nur punktegleich, sondern hatten auch das selbe Spielverhältnis! Nach dem Ausrechnen der Sätze stand schließlich fest, dass wir uns hauchdünn hinter Mariahilf-Langenzersdorf mit Rang 2 begnügen müssen. Mit den Leistungen unserer U13-Spieler dürfen wir aber sehr zufrieden sein. – Ähnlich spannend ging es auch in der U18-Liga zu. Auch hier lag Mariahilf-Langenzersdorf nach dem Herbst um zwei Punkte und insgesamt vier Einzelspiele voran, es war also jede einzelne Partie wichtig, wollte man im Retourspiel den Spieß umdrehen. Umso ärgerlicher war es, dass in der 1. Runde gegen unsere 2. Mannschaft Andy Garcia-Barbon gegen Manfred Schuhmacher verlor und wir damit mit einem 4:1 (bei gleichzeitigem 4:0-Sieg von SGML/1 gegen SGML/2) an Terrain verloren. In der zweiten Runde ging das Kopf-an-Kopf-Rennen weiter. Wir gewannen gegen Polizei 4:1, während SGML/1 gegen unsere 2. Mannschaft ebenfalls mit 4:1 gewinnen konnte. Nach der dritten Runde schien dann alles entschieden: Während SGML/1 gegen Polizei sicher mit 4:1 gewann, unterlag unsere 1. Mannschaft überraschend Wohnpark Alt-Erlaa mit 3:4. Damit lagen wir zwei Runden vor Schluss vier Punkte hinter der Spielgemeinschaft Mariahilf-Langenzersdorf. War der Titelkampf damit entschieden?
Der Sonntag hatte es dann in sich. Während unsere 1. Mannschaft gegen SGML/2 klar mit 4:0 gewinnen konnte, strauchelte SGML/1 gegen das im Frühjahr so starke Wohnpark-Team mit 2:4 – unser Dank gilt Abdallah Oukal und Phillip Hudribusch, die uns damit wieder zurück ins Titelrennen brachten. Im allerletzten Spiel musste dann die Entscheidung fallen. Wir mussten zumindest mit 4:2 gewinnen, um SGML/1 noch abzufangen – und unser Team schaffte nach tollem Kampf sogar einen 4:1-Sieg! Das war nichts für schwache Nerven! Da dürfen sich Andy Garcia-Barbon, Florian Kellner, Otto Graf und Lukas Gruber (im Bild oben von links nach rechts) zu Recht gemeinsam mit dem Trainerteam und der Vereinsleitung freuen. Dieser großartige Erfolg in der prestigeträchtigen WTTV-U18-Liga bestätigt die ausgezeichnete Trainingsarbeit und spornt weiter an. Ein weiterer schöner Erfolg am Rande: Laurin Groier von unserer 2. Mannschaft erzielte das hervorragende Ergebnis von 9:1 und belegt damit in der Einzelreihungsliste Rang 1 (den er dann wegen einer Strafverifizierung allerdings noch verlor, weil ein 2/0 gestrichen werden musste; Laurin fiel damit auf Rang 2 zurück, er ist aber moralisch der Erste in der Einzelreihungsliste der U18-Liga).
Nach dem 4:2-Auswärtserfolg in Den Haag trifft unsere 1. Mannschaft im Viertelfinale des TT-Intercup auswärts auf UTTC Oberwart – und damit zum ersten Mal auf einen Klub aus Österreich! In unseren bisherigen 82 TT-Intercup-Spielen hatten wir Gegner aus Belgien (7), Bosnien-Herzegowina (1), Deutschland (30), Frankreich (17), Italien (6), Luxemburg (3), Monaco (1), Niederlande (3), Polen (1), Schweiz (3), Slowakei (1), Slowenien (2), Tschechische Republik (4) und Ungarn (3), dazu kamen im ETTU-Cup noch Gegner aus England, Israel, Kroatien, Montenegro, Portugal, Russland, Schweden, Serbien, Spanien, Türkei und Zypern. Insgesamt also Gegner aus nicht weniger als 25 Ländern, jetzt kommt im 83. TT-Intercup-Spiel beziehungsweise 133. Europacupspiel mit Österreich das 26. Land dazu. In den bisherigen 82 TT-Intercup-Spielen errangen wir 51 Siege bei 31 Niederlagen, das Spielverhältnis lautet 274:179.
Mit dem UTTC Oberwart, der derzeit in der 1. Bundesliga auf dem 5. Platz liegt, haben wir natürlich ein sehr schweres Los gezogen, wenngleich natürlich klar war, dass es im Viertelfinale nur noch sehr starke Mannschaften gibt. Darunter auch die beiden deutschen 1.-Bundesliga-Teams aus Grünwettersbach und Mühlhausen, die sich wohl heuer den Bewerb untereinander ausmachen werden. Oberwart war in den vergangenen Jahren quasi Stammgast im Final-Four und dürfte sich wohl auch heuer dafür qualifizieren – so realistisch schätzen wir unsere Chancen schon ein, wenngleich Anton Kutis, Wolfgang Päuerl und Norbert Rapolt unsere prominenten Gegner zumindest ein wenig ägern wollen. Oberwart wird in stärkster Besetzung, also mit dem Ungarn Victor Vajda, Dominik Habesohn und Mathias Habesohn antreten.
Die Terminverhandlungen ergaben, dass wir in Oberwart am Freitag, den 7. April 2017 um 19:00 Uhr antreten werden (Volksschule Oberwart, Schulgasse 4). Wenn jemand unsere 1. Mannschaft ins Burgenland begleiten will, möge er/sie sich bitte mit Peter Raidl oder Norbert Rapolt in Verbindung setzen. Wir freuen uns schon auf diese interessante Aufgabe.
Mit einem Unentschieden gegen Sierndorf gab es im Heimspiel einen erfreulichen Punktegewinn. Anton Kutis und Wolfgang Päuerl konnten ungefährdet jeweils zwei Siege beisteuern. In einer sehr wichtigen Partie der beiden Nachwuchsspieler gelang es Raphael Gottweis, sich gegen Kufmüller für die im Herbst erlittene Niederlage zu revanchieren. Alle drei mussten sich Tomas Janci geschlagen geben. Raphael zog gegen Kinslechner ebenfalls den Kürzeren. Das entscheidende Doppel ging ebenfalls klar an die Sierndorfer.
Knappe Spiele waren hier Mangelware. So gingen nur drei der zehn Spiele über vier Sätze, kein einziges Spiel über fünf.
Am Sonntag waren wir dann in Gumpoldskirchen zu Gast. Bei gutem Spielverlauf liebäugelten wir auch hier mit einem Punktegewinn. Anton konnte sich in der Auftaktpartie überraschend deutlich gegen Kraus-Güntner durchsetzen. Am Nebentisch stellte Pichler gegen Norbert auf 1:1. Eines der Schlüsselspiele war das Spiel von Raphael gegen Reitner. Reitner konnte die Partie mit mutigerem Spiel am Ende des fünften Satzes knapp für sich entscheiden. Norbert gelang gegen Reitner in einer knappen Fünf-Satz Partie der erneute Ausgleich.
Anton sah gegen Pichler schon wie der sichere Sieger aus. Doch nach einer 2:0 Satzführung riss der Faden – und Anton musste sich nach einem Matchball noch in fünf Sätzen geschlagen geben. Ein Missgeschick, dass ihm im heurigen Jahr schon einige Male passiert ist.
Von dieser negativen Überraschung erholte wir uns dann nicht mehr. Anton konnte sich gegen Reitner klar durchsetzen. Raphael hatte gegen Pichler wenig Chance und mit einer überraschend deutlichen Niederlage von Norbert gegen den Verteidiger Kraus-Güntner war die 3:6-Niederlage besiegelt.