Schon nach dem Samstag-Spiel von Feldkirchen gegen Biesenfeld stand fest, dass wir wohl auf dem vorletzten Platz landen werden und damit in die Relegation gegen den Zweiten der 2. Bundesliga müssen. Die Steirer spielten nämlich 3:3 – bei einem Sieg hätten sie uns noch überholen können, andererseits hätten wir da noch Biesenfeld überholen können. So aber genügte uns ein einziger Einzelsieg in den beiden ausständigen Spielen, um sicher Vorletzter zu werden. Und diesen Sieg schafften wir gegen Wiener Neudorf – aber wie! Zunächst ging alles schief. Norbert Rapolt (im Foto links) unterlag im Auftaktspiel gegen Wojciech Kolodziejczyk in vier Sätzen (mit einigen sehr knappen Entscheidungen), dann unterlag der zuletzt so stark spielende David Klaus dem Neudorfer Fabian Fritz ebenfalls in vier Sätzen. Als auch Wolfgang Päuerl gegen Martin Radel mit 2:3 verlor, befürchteten wir schon ein Debakel. Gerade aber unser Sorgenkind Doppel brachte dann aber den Ehrenpunkt, und das noch dazu in der ungewohnten Aufstellung David Klaus / Wolfgang Päuerl! Unsere Paarung setzte sich (auch mit einigen Glücksbällen) tewas überraschend, aber nicht unverdient gegen Kolodziejczyk / Radel in fünf Sätzen durch. Damit war unser Plansoll erfüllt und wir konnten es verkraften, dass David Klaus auch sein zweites Einzel verlor und wir in Wiener Neudorf mit 1:4 unterlagen. Unser letztes Spiel im Grunddurchgang am kommenden Samstag wurde damit bedeutungslos.
Bis zuletzt haben wir darauf gehofft, dass auch der WTTV einsieht, bei den Strafbeglaubigungen der Spiele unserer 3. Mannschaft in der 1. Landesliga nicht fehlerfrei agiert zu haben und unserem Ansuchen auf Bindungsänderung – wir wollten zumindest zwei der Nachwuchsspieler wieder zurück in die 3. Mannschaft wie zu Saisonbeginn binden – wohlwollend gegenüber steht. Dem war schließlich leider nicht so, der WTTV strafte uns und vor allem unsere Nachwuchsspieler noch einmal ab und lehnte unseren Antrag ab.
Vor genau 20 Jahren fanden in Wolfsberg die 72. Österreichischen Tischtennis-Staatsmeisterschaften statt (übrigens wurden auch am vergangenen Wochenende in Kärnten die Österreichischen Staatsmeisterschaften ausgetragen) – dabei sorgte unser Mixed-Doppel Peter Raidl / Andrea Tollay (heute Andrea Krois) mit dem 3. Platz nach Siegen über Michael Kraft / Sandra Ettenauer, Bian Yadong / Veronika Heine und Kinz-Presslmayer Bernhard / Andrea Mayrhofer und einer knappen Niederlage gegen Werner Schlager / Liu Jia für eine Riesensensation.
Sicher, der Grundstein dafür wurde bereits im Herbst gelegt, dennoch haben Finn Fellerer und Jan Stejskal mit ihren heutigen Leistungen dafür gesorgt, dass wir uns in der U15-Liga über einen Doppelsieg freuen dürfen. Dabei wurde im Vorfeld unser Ansuchen um eine Verlegung von Samstag auf Sonntag wegen der Teilnahme von Paul Dobretsberger und Lionel Stift an den Österreichischen Staatsmeisterschaften vom WTTV abgelehnt. Also mussten wir gewaltig in die Trickkiste greifen, damit wir mit nur zwei Spielern regelkonform zwei Mannschaften besetzen können. Dabei kam uns außerdem zugute, dass im Herbst die Mannschaften des Lehrersportverein coronabedingt nicht antreten konnten und im Frühjahr die Mannschaft der Spielgemeinschaft Mariahilf-Langenzersdorf ausfiel. Dazu blieb unser Duo trotz harter Gegenwehr ungeschlagen und gewann beide Spiele mit 3:2. Herzliche Gratulation!